Philips HD8829 von der 3000er Serie im Test

In diesem Philips Kaffeevollautomat Testbericht zeige ich, wie der HD8829 aus der 3000er Serie im Test abgeschnitten hat.

In diesem Philips Kaffeevollautomat Testbericht zeige ich, wie der HD8829 aus der 3000er Serie im Test abgeschnitten hat. Ich habe den Vollautomat von Philips nach dem üblichen Testverfahren getestet (Espresso, Cafe Crema, Cappuccino, Latte Macchiato, Benutzerfreundlichkeit, Reinigung & Sauberkeit, Lautstärke, Optik & Verarbeitung, sowie Preis-Leistung) Das Ergebnis siehst Du im Folgenden als Zusammenfassung. Weiter unten im Testbericht findest du Details zu jeder Testkategorie. Philips HD8829 im Test Espresso Test Beim HD8892 3000 von Philips haben wir mehrere Möglichkeiten um auf die Qualität des Espressos einen Einfluss zu nehmen. Wir können den Mahlgrad verstellen (10 Stufen), die Kaffeestärke einstellen (Aroma Plus…
Ich kann den Philips Vollautomat nicht empfehlen. Für einen Preis von etwas unter 400 Euro gibt es deutlich bessere Maschinen auf dem Markt.

Philips HD8829 Testbericht

Espresso
Cafe Crèma
Latte Macchiato
Cappuccino
Benutzerfreundlichkeit
Reinigung & Sauberkeit
Lautstärke
Optik & Verarbeitung
Preis-Leistung

Ich kann den Philips Vollautomat nicht empfehlen. Für einen Preis von etwas unter 400 Euro gibt es deutlich bessere Maschinen auf dem Markt.

Ich habe den Vollautomat von Philips nach dem üblichen Testverfahren getestet (Espresso, Cafe Crema, Cappuccino, Latte Macchiato, Benutzerfreundlichkeit, Reinigung & Sauberkeit, Lautstärke, Optik & Verarbeitung, sowie Preis-Leistung)

Das Ergebnis siehst Du im Folgenden als Zusammenfassung. Weiter unten im Testbericht findest du Details zu jeder Testkategorie.

Philips HD8829 im Test

Espresso Test

Beim HD8892 3000 von Philips haben wir mehrere Möglichkeiten um auf die Qualität des Espressos einen Einfluss zu nehmen. Wir können den Mahlgrad verstellen (10 Stufen), die Kaffeestärke einstellen (Aroma Plus Taste) und die Wassermenge programmieren (Espressotaste gedrückt halten). Das hilft, damit der Espresso besser schmeckt als bei den Werkeinstellungen. Doch selbst wenn man den Mahlgrad auf ganz fein stellt, die Wassermenge richtig einstellt (25ml) und die Aroma Plus taste drückt, bekommt man keinen perfekten Espresso. Dieser läuft viel zu schnell durch. Wir bekommen in 10 Sekunden 28 ml in die Tasse. Dadurch, dass der Espresso so schnell durch die Maschine läuft, können nicht alle schönen Aromen aus der Bohne extrahiert werden. Der Kaffee schmeckt etwas dünn und leicht säuerlich (typisch bei einer Unterextraktion). Deshalb kann ich dem Philips Kaffeevollautomat nur 3 von 5 möglichen Bohnen in der Kategorie Espresso geben.

Cafe Crèma Test

Beim Cafe Crèma kommt es vor allen Dingen auf die Durchlaufszeit an. Die kann ich verändern, indem ich die Kaffeetaste so lange gedrückt halte, bis der Kaffee genau 25 bis 30 Sekunden durchgelaufen ist. Dann ist die Funktion für zukünftige Bezüge programmiert. Die Werkeinstellung vom Philips 3000 Kaffeevollautomat ist nicht zu gebrauchen. Der Kaffee läuft bei dieser Einstellung 40 Sekunden durch und schmeckt dann leicht verbrannt und bitter (Überextraktion). Mit dem Mahlgrad auf Stufe 2 und der richtig programmierten Durchlaufszeit schmeckt der Cafe Crèma aus dem HD8892 gar nicht so schlecht. Was mich etwas stört ist die Unregelmäßigkeit der Bezüge. Mal schmeckt der Kaffee etwas kräftiger, mal etwas dünner. Das sollte nicht so sein. Ansonsten ist das Ergebnis ganz in Ordnung und ich vergebe 4 von 5 möglichen Bohnen.

Latte Macchiato Test

Der Philips HD8892 hat eine automatische Cappuccino Funktion, welche eigentlich eine Latte Macchiato Funktion ist. Beim Latte kommt nämlich zuerst die Milch ins Glas und dann der Kaffee. Warum man das ganze Cappuccino Funktion nennt, verstehe ich nicht. Auf jeden Fall muss man dafür den mitgelieferten Cappuccinatore anbringen (Milchaufschäumer Aufsatz). Das geht relativ schnell, auch wenn der Aufsatz am Anfang nicht so einfach einrasten wollte. Dann muss man noch die Milch in den Mitgelieferten Behälter füllen und den Schlauch eintauchen. Auch die Latte Macchiato (Cappuccino) Funktion kann man manuell programmieren. Sowohl die Milchmenge als auch die Espressomenge kann eingestellt werden. So schafft man es, das persönliche Latte Macchiato Glas mit der passenden Milch und Kaffeemenge zu füllen.
Das hilft aber alles nichts, weil die Milchschaumfunktion vom HD8892 überhaupt nicht so funktioniert wie sie sollte. Zuerst werden geschätzte 20ml heißes Wasser in das Glas gespült, dann läuft 75 Grad heißer Schaum hinterher (Milch war auf 5 Grad runtergekühlt), der sich erst nach ein paar Sekunden bei 60 Grad einpendelt. Dann ist schon die erste Milch verbrannt, was man an den Flocken im Glas sieht. Wenn man den Behälter über den Aufschäumer hält geht das etwas besser, aber das sollte definitiv nicht so sein. Die Pumpe ist einfach nicht stark genug. Ich habe in der Küche einen elektrischen Milchaufschäumer für 20 Euro stehen, den ich diesem integrierten jeder Zeit vorziehen würde. Geschmacklich ist hier viel Luft nach oben. Der Philips Kaffeevollautomat ist definitiv nichts für Milchgetränke. Deswegen gebe ich nur 2 von 5 möglichen Bohnen.

Cappuccino Funktion

Eine Cappuccino Funktion bei der zuerst der Espresso und dann der Milchschaum in die Tasse läuft gibt es nicht. Ich kann auch keinen Milchschaum so zubereiten. Dann könnte ich ja separat den Espresso und den Milchschaum in die Tasse laufen lassen. Das gefällt mir überhaupt nicht, da ja alle Funktionen vorhanden sind, damit das gehen könnte. Ich kann hier nur ein Milchkännchen unter den Aufschäumer halten und den Milchschaum so abfangen. Aber dann kann ich mir auch eine Siebträgermaschine kaufen, wenn ich mit Zubehör arbeiten muss. In dieser Kategorie gibt es 1 von 5 möglichen Bohnen.

Benutzerfreundlichkeit

Bei der Benutzerfreundlichkeit des Kaffeevollautomaten teste ich, wie einfach sich die Maschine bedienen lässt. Der Philips Vollautomat hat eigentlich alle Funktionen die man braucht, um einen guten Kaffee zu machen. Aber irgendwie ist keine Funktion dabei, die das Zubereiten besonders einfach macht. Der Bohnen- und der Wasserbehälter sind extrem klein geraten, die Brühgruppe lässt sich schwer entnehmen und wieder einbauen, der Milchaufschäumer ist nicht wirklich praktisch und der Kaffeeauslauf lässt sich zwar in der höhe verstellen, kann aber nicht besonders weit nach unten gestellt werden. Dadurch spritz der Kaffee bei dem Brühvorgang. Das Mahlwerk lässt sich zwar einfach verstellen, bekommt bei den niedrigen Stufen aber die Bohnen nicht richtig gefasst. Der Automat kann zwar spülen (automatisch), aber eine Spültaste oder Funktion gibt es hier nicht. Wer einfach mal so Milchschaum zubereiten will, kann das auch nicht. Praktisch ist wirklich anders. Deswegen bekommt der 3000er Kaffeevollautomat von Philips in dieser Kategorie nur 2 von 5 Bohnen.

Reinigung & Sauberkeit

Der Vollautomat spült zwar nach dem Einschalten und nach dem Ausschalten. Doch hier kommen gerade einmal ein paar Tropfen aus dem Kaffeeauslauf. Von Durchspülen kann hier nicht die Rede sein. Die Brühgruppe kann dementsprechend auch nicht genügend Wasser abbekommen um hier die Kaffeereste vom vorherigen Bezug gründlich zu entfernen. Die Brühgruppe lässt sich zwar entnehmen, aber nicht so einfach wie das in der Bedienungsanleitung beschrieben wird. Die Gruppe eckt überall an und wenn man nicht millimetergenau arbeitet, klappt das nicht auf Anhieb. Ich hab ne weile rumprobiert, bis es endlich „klick“ gemacht hat. Die Brühgruppe ist außerdem so minderwertig verarbeitet, dass ich mich nicht getraut habe etwas fester zu drücken um das Ding wieder in die Maschine zu bekommen. Die Behälter können einfach entnommen und gereinigt werden. Außerdem hat der Philips Automat eine Entkalkungsfunktion, die mit der Calc and Clean Taste an der Vorderseite durchgeführt werden kann. Insgesamt bin ich mit der Reinigung & Sauberkeit der Maschine nicht wirklich zufrieden und gebe deswegen nur 3 von 5 möglichen Bohnen.

Lautstärke

Die Lautstärke des Vollautomaten teste ich mit einem professionellen Dezibelmessgerät. Direkt am Mahlwerk zeigt mit das Gerät einen Wert von knapp über 75 Dezibel an. Damit gehört der Philips Vollautomat zu den lauteren Geräten im Test. In dieser Kategorie vergebe ich 2,5 von 5 möglichen Bohnen.

Optik & Verarbeitung

Die Maschine sieht auf den ersten Blick recht modern aus. Das mattschwarze Gehäuse passt in jede Küche. Schaut man jedoch genauer hin sieht man, dass die Teile nicht wirklich hochwertig sind. Die nähte der verschiedenen Kunststoffteile des Gehäuses haben unterschiedliche Abstände und auch die Klappen schließen nicht wirklich bündig. Die Brühgruppe, das Herzstück der Maschine ist klapprig und man hat schon beim Ausbauen das Gefühl, dass hier etwas abbrechen könnte. Auch die Geräusche, die aus der Maschine kommen, wenn diese betrieben wird, klingen nicht nach höchstmoderner Technik. Hier knackt und zischt es aus der Brühgruppe, so wie ich es noch nicht bei einem anderen Gerät gehört habe. Optisch nicht schlecht aber die Verarbeitung könnte deutlich besser sein. Ich vergebe 2,5 von 5 möglichen Bohnen.

Preis-Leistung

Ein Preis von fast 400 Euro für diese Maschine ist wirklich zu viel. Der DeLonghi ECAM 22.110 unter für unter 300 Euro bietet hier deutlich mehr als dieses Modell. Ich kann diesen Vollautomaten nicht für diesen Preis empfehlen. Wer sich automatische Milchgetränke-Funktionen wünscht sollte hier 100 bis 200 Euro mehr für einen hochwertigen Kaffeevollautomat ausgeben. In dieser Kategorie vergebe ich 2 von 5 möglichen Bohnen.

Testfazit – Den Philips Vollautomat kaufen oder nicht?

Der Philips Vollautomat der 3000er Serie hat viele Funktionen, die auf den ersten Blick recht gut klingen aber im Test dann doch enttäuschen. Hier hätte man lieber auf die Milchaufschäum-Funktion verzichten können und dafür die anderen Features qualitativ hochwertiger gestalten können. Insgesamt kann ich diesen Vollautomat nicht empfehlen.

Geräte die ich empfehlen kann findest Du im aktuellen Kaffeevollautomaten Test.

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