Saeco Incanto Test

saeco incanto testEin Vollautomat der schon seit Jahren zu den beliebtesten Modellen gehört, ist der Saeco Incanto. Ich habe mir diesen Kaffeevollautomat ganz genau angeschaut und ihn ausführlich getestet. Im Saeco Incanto Test erfährst Du unter anderem, wie gut die verschiedenen Kaffeevarianten aus dem Vollautomat schmecken, wie einfach sich der Vollautomat bedienen lässt und ob sich der Kauf am Ende lohnt oder nicht.

Saeco Incanto Testbericht – Modell Deluxe HD8921/01

Ein Vollautomat der schon seit Jahren zu den beliebtesten Modellen gehört, ist der Saeco Incanto. Ich habe mir diesen Kaffeevollautomat ganz genau angeschaut und ihn ausführlich getestet. Im Saeco Incanto Test erfährst Du unter anderem, wie gut die verschiedenen Kaffeevarianten aus dem Vollautomat schmecken, wie einfach sich der Vollautomat bedienen lässt und ob sich der Kauf am Ende lohnt oder nicht. Saeco Incanto Testbericht - Modell Deluxe HD8921/01 Wie bei allen anderen Vollautomaten im Test, teste ich auch den Saeco Incanto in den Kategorien Kaffee Geschmack (Espresso, Cafe Crema, Latte Macchiato und Cappuccino), Benutzerfreundlichkeit, Reinigung und Sauberkeit, Lautstärke, Optik und…
Der Saeco Incanto macht einen relativ guten Kaffee. Für den Preis, den man für dieses Gerät bezahlen muss, würde ich jedoch einen anderen Vollautomaten empfehlen.

Saeco Incanto Test

Espresso Geschmack
Cafe Crema Geschmack
Latte Macchiato Geschmack
Cappuccino Geschmack
Benutzerfreundlichkeit
Sauberkeit & Reinigung
Lautstärke
Optik & Verarbeitung
Preis-Leistung

Befriedigend

Der Saeco Incanto macht einen relativ guten Kaffee. Für den Preis, den man für dieses Gerät bezahlen muss, würde ich jedoch einen anderen Vollautomaten empfehlen.

Wie bei allen anderen Vollautomaten im Test, teste ich auch den Saeco Incanto in den Kategorien Kaffee Geschmack (Espresso, Cafe Crema, Latte Macchiato und Cappuccino), Benutzerfreundlichkeit, Reinigung und Sauberkeit, Lautstärke, Optik und Verarbeitung, sowie Preis-Leistungs-Verhältnis. Sollten noch Fragen offen bleiben, kannst Du mir gerne einen Kommentar unter diesen Artikel schreiben.

Der Espresso im Test

Der Espresso ist in der Regel die Schwachstelle von jedem Kaffeevollautomat. Das automatische System tut sich schwer damit, in kurzer Zeit das volle Kaffeearoma zu extrahieren.

espresso saeco incanto testAuch beim Saeco Incanto im Test schmeckt der Espresso etwas dünn, was mehrere Ursachen haben kann.

Einstellungsmöglichkeiten gibt es genug (Mahlgrad, Kaffeestärke und Wassermenge). Die Wassermenge kann man ganz individuell einstellen und auf der höchsten Kaffeestärke-Stufe wird auch eine ordentliche Menge Kaffee verwendet. Aber selbst auf der Stufe 1 scheint der Mahlgrad nicht fein genug zu sein.

Der Espresso läuft sehr schnell durch (26ml in 16 Sekunden) und schmeckt, trotz Vorbrühfunktion, nicht besonders aromatisch. Außerdem schmeckt man deutlich die Säure. Ich verwende eine sehr dunkel geröstete Espressobohne. Bei einer helleren Röstung wäre der Espresso wegen dem höheren Säureanteil ungenießbar.

Deswegen kann ich dem Saeco Incanto in dieser Kategorie maximal 3,5 von 5 möglichen Bohnen geben.

Der Cafe Crema aus dem Saeco Incanco

Der Cafe Crema ist die Tasse Kaffee aus dem Vollautomaten. Mit dem Saeco Incanto habe ich auch versucht, eine perfekte Tasse Kaffee zuzubereiten. Leider klappt das nicht so gut, wie ich das von anderen Philips Maschinen gewohnt bin.

cafe crema saeco incantoMit dem Mahlwerk auf Stufe 2, der Kaffeestärke auf Stufe 3 (von 5) und der einprogrammierten Durchlaufszeit von 27 Sekunden, bekomme ich einen aromatischen Kaffee mit einer wunderschönen Crema in die Tasse.

Wir wollen hier unter 30 Sekunden bleiben, da sonst nur noch Aromen extrahiert werden, die mit einem gut schmeckenden Kaffee nichts mehr zu tun haben. Die Menge, die dann am Ende in der Tasse landet ist mir aber etwas zu wenig (90ml). Das Problem ist, dass man die Durchlaufgeschwindigkeit kaum beeinflussen kann. Selbst bei einer gröberen Mahlwerk-Einstellung läuft der Kaffee langsam in die Tasse. Das liegt wahrscheinlich am Kaffeeauslauf, der einfach nicht viel Wasser durchlässt.

Schade! Sonst könnte man hier bestimmt auch eine 120 bis 180ml Tasse zubereiten. So müssen Viel-Kaffee-Trinker erneut drücken oder dem Bezug mit heißem Wasser strecken (Verlängerter oder Americano). Macht natürlich extra Arbeit, die keiner braucht. Deswegen muss ich hier einen Punkt abziehen und vergebe 4 von 5 möglichen Bohnen.

Der Latte Macchiato im Geschmackstest

latte macchiato saeco incantoBeim Saeco Incanto Test habe ich mir natürlich auch das Milchsystem ganz genau angeschaut. Das ist am Deckel vom mitgelieferten Milchbehälter angebracht und muss nur in die Maschine gesteckt werden.

Vorher muss die Milch natürlich runtergekühlt werden, damit der Milchschaum nachher die perfekte Temperatur hat.

Das habe ich auch so gemacht und bei mehreren Milchschaum-Zubereitungen herausgefunden, dass die perfekte Milch-Temperatur zwischen 5 und 8 Grad liegt. Dann hat der Milchschaum eine Temperatur von 62 bis 65 Grad (Sollte niemals über 70 Grad liegen).

Die Zubereitung vom Latte Macchiato ist mit dem Saeco Incanto kinderleicht. Ich habe mich nicht auf die Werkeinstellung verlassen und gleich die richtigen Mengen für mein Latte Macchiato Glas einprogrammiert (Latte Macchiato Taste gedrückt halten).

Die Maschine mahlt den Kaffee, heizt kurz auf und bereitet dann den Milchschaum zu. Der fließt langsam und mit einer konstanten Temperatur ins Glas. So soll das sein.

Am Ende läuft der Espresso unter den Milchschaum.

Optisch und Geschmacklich gibt es hier nicht viel auszusetzen. Der Saeco Incanto bereitet einen gut schmeckenden Latte Macchiato zu, der auch optisch überzeugt.

Natürlich könnte das Kaffee-Aroma noch etwas intensiver sein, wenn der Espresso besser extrahiert würde. Am Anfang vom Milchaufschäum-Prozess wird auch ein kleiner Schluck Wasser in das Glas gespült. Das nimmt dem Kaffe dann noch einmal etwas an stärke, stört aber nur die, die auf die maximale Kaffee-Stärke aus sind. Wenn man jetzt ganz kleinlich ist, kann man noch kritisieren, dass der Espresso bei breiten Latte-Macchiato-Gläsern nicht in die Mitte laufen kann (kein Platz wegen Milchbehälter) und demnach optisch kein gleichmäßiges Ergebnis entsteht. Das ändert aber nichts am Geschmack.

Unter dem Strich ist der Latte Macchiato aus dem Saeco Kaffeevollautomat aber wirklich gut und verdient 4 von 5 möglichen Bohnen.

Der Cappuccino aus dem Saeco Incanto

Der Cappuccino ist eigentlich ein umgekehrter Latte Macchiato in der Tasse. Also zuerst kommt der Espresso in die Tasse und dann der Milchschaum unter die Crema.

cappuccino saeco incantoManche Vollautomaten Hersteller verwenden bei der Cappuccino Funktion aber genau das gleiche Verfahren wie beim Latte Macchiato. Auch beim Saeco Incanto läuft bei der Cappuccino-Funktion erst der Milchschaum in die Tasse und dann der Espresso (wie bei der Latte Macchiato Funktion). Das kann man nur ändern, wenn man Milchschaum und Espresso separat zubereitet.

Das heißt, alles was sich bei der automatischen Funktion ändert ist die Milchschaum-Menge und das Gefäß, aus dem ich das Getränk genieße (Tasse). Programmieren lässt sich die Cappuccino Funktion mit dem Saeco Incanto genau so, dass die Tasse bis zum Rand voll ist.

Geschmacklich ändert sich natürlich nichts im Vergleich zur Latte Macchiato Funktion. Deshalb bewerte ich diese Funktion auch mit 4 von 5 möglichen Bohnen.

Wie einfach lässt sich der Saeco Incanto bedienen?

Ein Kaffeevollautomat soll die Kaffeezubereitung einfach und schnell machen. Deswegen schaue ich mir in jedem Test an, wie benutzerfreundlich der Vollautomat ist. So auch beim Saeco Incanto.

saeco incanto bedienungDie Bedienung vom Saeco Incanto ist auf den ersten Blick sehr einfach. Es gibt eine Schnellstart-Bedienungsanleitung, in der alles erklärt wird. In weniger als 5 Minuten kann man so den ersten Kaffee zubereiten.

Wenn man wissen möchte, wie ein bestimmtes Getränk am besten zubereitet wird, reicht ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung. Die meisten Funktionen sind aber auch so gekennzeichnet, dass man sie intuitiv verstehen kann.

Man kommt an alle Klappen und Behälter gut ran, was auch die Reinigung erleichtert. Die Auffang- und die Abtropfschale sind groß genug und müssen nicht nach jedem Bezug geleert werden. Auch der Tank vom Incanto fasst über 1,5 Liter und muss nicht ständig wieder aufgefüllt werden.

saeco incanto milchaufschäumer testAufwendig ist die gründliche Reinigung des Milchsystems. Dafür muss dieses auseinandergenommen werden. Saeco empfiehlt die Reinigung einmal pro Woche, was aus meiner Sicht viel zu wenig ist. Milchreste eine Woche bei Zimmertemperatur im System zu lassen, ist mir einfach zu unhygienisch.

Wie benutzerfreundlich der Saeco Incanto ist kann ich aber am besten bewerten, wenn ich mir alle anderen Kaffeevollautomaten anschaue, die ich bisher getestet habe. Hier muss ich sagen, dass mir die Bedienung der Siemens, Delonghi und Melitta Kaffeevollautomaten deutlich besser gefällt. Irgendwie intuitiver und genauer.

saeco vollautomat mit lcd Was ich damit meine sieht man zum Beispiel, wenn man sich die Getränkeauswahl vom Saeco Incanto anschaut. Auch wenn das nicht dem Modell der klassischen Siebträgermaschine entspricht, wünschen sich viele Käufer die Funktion, eine ganz normale Tasse Kaffee mit dem Vollautomaten zubereiten zu können. Diese Funktion sucht man aber vergebens und es ist auch unmöglich mit dem System vom Saeco Incanto eine gute 120ml bis 180ml Tasse Kaffee zuzubereiten. Das geht nur mit einer Bezugszeit von über 30 Sekunden. Dementsprechend schmeckt dann das Ergebnis.

Und wenn man schon die Tasse Kaffee weglässt, dann müsste wenigstens die Espresso-Funktion besonders gut sein. Aber so viel Siebträgermaschine steckt dann doch nicht im Saeco Incanto.

Deswegen kann ich dem Saeco Incanto in der Kategorie Benutzerfreundlichkeit nur 3 von 5 möglichen Bohnen geben.

Reinigung und Sauberkeit

Damit der Kaffee in ein paar Jahren noch genauso gut schmeckt wie am ersten Tag, muss der Vollautomat sauber und hygienisch arbeiten. Außerdem soll die Reinigung nicht zu aufwendig sein.

saeco incanto sauberkeitDamit jede Tasse gleich gut schmeckt, muss die Brühgruppe durchgespült werden. Das könnte beim Saeco Incanto nach jedem Bezug so sein, ist aber von außen nicht ersichtlich.

Das einzige was ich beobachten konnte ist, dass der Kaffeeauslauf nach dem Bezug garantiert nicht automatisch durchgespült wird und auch nicht manuell gespült werden kann. Nach dem Einschalten wird die Brühgruppe durchgespült und ein paar Tropfen Wasser kommen aus dem Kaffeeauslauf. Aber auf keinen Fall genug, damit wir von sauber reden können.

Positiv fällt auf, das besonders viel Wasser in der Auffangschale landet. Das bedeutet, dass das System wenigstens von innen ordentlich mit Wasser durchgespült wird. Auch die entnehmbare Brühgruppe hilft dabei, den Saeco Vollautomaten sauber zu halten.

Der integrierte Wasserfilter soll dafür sorgen, dass die Maschine kaum verkalkt. Ob das so ist, kann natürlich nur der Langzeittest vom Saeco Incanto zeigen.

Das Milchsystem kann nicht auf Knopfdruck gespült werden. Man muss es komplett auseinandernehmen und reinigen.

Die Reinigungs- und Entkalkungsprogramme können einfach durchgeführt werden und werden Schritt für Schritt in der Bedienungsanleitung erklärt.

Für einen Vollautomaten in dieser Preisklasse ist mir das leider nicht genug, um 4 oder 5 Bohnen zu vergeben. Auch wenn das nur Kleinigkeiten sind, machen genau diese Punkte auf lange Sicht einen großen Unterschied. Deswegen bekommt der Saeco Incanto von mir in dieser Kategorie nur 3 von 5 möglichen Bohnen.

Lautstärke

lautstärke saeco kaffeevollautomatMit 70,8 dB gehört der Saeco Incanto zwar nicht zu den lautesten Vollautomaten, besonders leise ist er aber auch nicht. Deswegen gibt es in dieser Kategorie von mir 4 von 5 möglichen Bohnen.

Optik und Verarbeitung

Auf den ersten Blick sieht der Saeco Incanto wirklich gut aus. Auch wenn das Gehäuse zum größten Teil aus Kunststoff besteht, sind die meisten Teile Robust und wurden kompakt verarbeitet.

saeco incanto kaffeevollautomat im testWas mir nicht so gut gefällt, sind die Stecksysteme vom Milchsystem. Der Heißwasserausgang und der Deckel vom Milchbehälter werden mit einem Stecksystem befestigt, das wirklich nicht sehr robust ist. Jedes Mal wenn ich den Behälter in die Maschine gesteckt habe, hatte ich das Gefühl, das hier etwas brechen könnte. Ich finde solche Teile sollten nicht aus einem fragilen Kunststoff gebaut sein.

Gut gefallen mir der Tank, der Bohnenbehälter und die Auffangschalen. Die sind groß und robust.

Was das Innere der Maschine angeht, kann ich nur sehr wenig sagen. Ich bin kein Maschinenbauer oder Ingenieur. Dennoch finde ich, kann man den unterschied zwischen einem technischen Qualitätsgerät und einem durchschnittlichem Gerät auch erkennen, ohne die Maschine auseinanderzunehmen.

Beim Saeco Incanto roch das Mahlwerk schon mehrere male nach dem Bezug nach „Elektronik“. Auch die Geräusche, die die Maschine von sich gibt, sind teilweise sehr laut und man fragt sich schon das ein oder andere Mal „Ist das jetzt normal?“. Das kann ich natürlich nur im Vergleich zu anderen Geräten sagen (z.B. Siemens oder Melitta). Auf jeden Fall klingt die Maschine nicht so reibungslos, wie ich mir das von einem Top-Gerät vorstelle.

Aber da ich nicht in die Maschine schauen kann und sie nur von außen bewerten kann, gebe ich dem Saeco Incanto in dieser Kategorie 4 von 5 möglichen Bohnen.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Ich habe den Saeco Vollautomat für ca. 550 Euro gekauft. Wir haben hier ein Gerät in der mittleren Preisklasse: Da erwartet man eine gewisse Qualität. Leider hat der Saeco Incanto Kaffeevollautomat nicht so viel zu bieten, wie andere Vollautomaten im gleichen Preis-Niveau. Damit meine ich nicht nur den Geschmack der Getränke, sondern auch den Gesamteindruck der Maschine. Die läuft einfach nicht so „flüssig“ wie zum Beispiel ein Siemens EQ Vollautomat. Generell hätte ich für diesen Preis eine besser funktionierende und hochwertigere Maschine erwartet. Deswegen kann ich in dieser Kategorie nur 3 von 5 möglichen Bohnen vergeben.

Testfazit – Den Saeco Incanto kaufen oder nicht?

Im Testfazit fasse ich noch einmal alle Testergebnisse vom Saeco Incanto Test zusammen: Der Espresso schmeckt leider nicht so kräftig. Der Cafe Crema schmeckt gut, aber die Durchlaufgeschwindigkeit kann nicht beeinflusst werden. So muss man sich mit einem aromatischen 90ml Kaffee zufrieden geben. Der Latte Macchiato und der Cappuccino schmecken wirklich gut. Optisch sieht der Saeco Incanto gut aus und die Verarbeitung ist auch in Ordnung. Die Benutzerfreundlichkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis sind ok. Wer den Saeco Incanto kaufen will, kann nicht erwarten ein absolute Spitzen-Modell zu bekommen. Hier fehlt es einfach an ein paar Kleinigkeiten, um von einem der besten Kaffeevollautomaten reden zu können.

Am Ende bekommt der Saeco Incanto von mir 3,6 von 5 möglichen Bohnen.

Ich hoffe ich konnte Dir mit dem Saeco Incanto Test einen Schritt weiterhelfen auf der Suche nach dem perfekten Kaffeevollautomaten.

Nicht der passende Vollautomat? Dann schau doch mal auf meine Kaffeevollautomat Test Seite. Dort findest Du noch viele weitere Modelle, die ich ausführlich getestet habe.

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